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Abwasserzweckverband investiert in Betriebssicherheit und Bedienerfreundlichkeit

Die Delegiertenversammlung des Verbands beschliesst Investitionen für rund 740‘000 Franken.

 

Der Ersatz des alten BHKW ist eine der beiden grossen Investitionen des Abwasserzweckverbands.

 

Die Abwasserreinigungsanlage Diessenhofen (ARA) wird im Verlaufe des Jahres einerseits das bestehende, 16-jährige Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzen und andererseits in den 13 Aussenanlagen (Regenklärbecken und Pumpwerke) die speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) ersetzen. Der Aufwand für Planung, Anschaffungen, Arbeiten und Inbetriebnahme beläuft sich auf 736‘375 Franken. Die Delegierten des Abwasserzweckverbandes, der die Gemeinden Basadingen-Schlattingen, Wagenhausen und Diessenhofen umfasst, haben anlässlich ihrer Jahresversammlung den entsprechenden Investitionen ausnahmslos zugestimmt.

 

Das BHKW ist in die Jahre gekommen

Das bestehende BHKW wurde 1999 in Betrieb genommen und weist mittlerweile 60‘000 Betriebsstunden auf. In dieser Zeit hat es rund 1 Mio. kWh Strom und rund 2 Mio. kWh Wärme erzeugt. Dies entspricht einem Einkaufswert der entsprechenden Energie von 315‘000 Franken. Nun ist die Lebensdauer dieser Anlage überschritten. Immer mehr Störungen, Ausfälle und Reparaturen machen dem Betrieb der ARA zu schaffen. Für eine Totalrevision des BHKW müssten 30‘000 bis 40‘000 Franken aufgewendet werden und hätte den Nachteil, noch immer eine „alte“ Anlage zu betreiben. Eine komplette Erneuerung der Gesamtanlage kostet 125‘000 Franken. Diese Investition beinhaltet auch eine neue Gasreinigung sowie Anpassungen an den Anschlüssen. Zudem gewährleistet sie die Kompatibilität zum Prozessleitsystem der ARA.

Der durch das Klärgas erzeugte Strom wird als Eigenbedarf genutzt und mit der Heizenergie wird vorallem der Schlamm im Faulraum aufgeheizt.

 

Aussenanlagen sollen dem Standard der ARA entsprechen

In den letzten Jahren wurden in der ARA die speicherprogrammierbaren Steuerungen ersetzt. Diese verrichten seither ihre Dienste zur vollsten Zufriedenheit des Betriebs. Nun steht die gleiche Umrüstung für die Aussenanlagen an Die Lebensdauer der SPS-Anlagen ist ebenfalls abgelaufen. Neue Steuerungen sollen einen sicheren Betrieb gewährleisten und mit der ARA wieder eine Einheit garantieren. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls Verbesserungen und Vereinfachungen im Betrieb vorgenommen. Veraltete Messgeräte, welche immer mehr Störungen verursachen oder im Handel nicht mehr erhältlich sind, werden ersetzt. Mit der Investition von 615‘000 Franken in den nächsten zwei Jahren wird für die nächsten 15 Jahre nicht nur ein betriebssicheres System, sondern auch Vorteile in Bedienung und Wartung sowie ein über SMS einheitliches Alarmsystem erreicht.