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Energiepolitische Zielvorgaben

(17.11.2010) Diessenhofen orientiert sich als Energiestadt anhand der Zielvorgaben von „Energie Schweiz". Grundsätzlich entwickelt die Stadtgemeinde im Rahmen der energierechtlichen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit sowie der Lebens- und Wohnqualität ihre eigene Energiepolitik. Dabei sollen Konsumenten bezüglich bewusstem Verbrauchsverhalten sensibilisiert und Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Verwendung erneuerbarer Energien gefördert werden.




Die Fotovoltaikanlage auf dem Blumenhaus Helg wurde im Rahmen des Beitragsreglements von der Stadtgemeinde Diessenhofen finanziell unterstützt.


Konkretisierte Ziele für Diessenhofen
In erster Linie ist die Reduktion des CO2-Ausstosses fossiler Energieträger als Ziel zu nennen. Diese kann vorwiegend durch eine Senkung des Anteils an Ölheizungen erreicht werden. Zudem soll der durchschnittliche Elektrizitätsverbrauch pro Einwohner für Haushalt und Gewerbe stabilisiert werden. Mit der Förderung des Langsamverkehrs ist Diessenhofen mit den flächendeckenden Tempo-30-Zonen sowie den nicht immer von allen Seiten goutierten verkehrsberuhigenden Massnahmen auf Kurs. Mit dem geplanten Ausbau des Radweges zwischen Rheinperle und Bleiche wird eine Lücke gefüllt. Anlässe, wie am 16. November zum Thema „Gebäude erneuern - Energiekosten halbieren" sollen Hausbesitzern Hilfestellung zur energiebewussten Sanierung geben.

Mit gutem Beispiel voran gehen
Die Stadtgemeinde Diessenhofen will die Ziele für ihre eigenen Gebäude, Anlagen und Fahrzeuge verstärkt anstreben oder im Sinne einer Vorreiterrolle wenn möglich übertreffen. Insbesondere bedeutet dies das Anstreben der Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie am Wärmeverbrauch. Mit dem Bau der neuen Sporthalle im Minergie-Standard sowie der Solaranlage und Schnitzelheizung für Halle und Schule sind entsprechende Massnahmen bereits in die Wege geleitet. Zudem wird bereits der gesamte Stromverbrauch für die öffentliche Beleuchtung (ca. 100'000 kWh/a) und für die öffentlichen Bauten (ca. 90'000 kWh) mit erneuerbaren Energien gedeckt.

Änderungen im Beitragsreglement

Das Beitragsreglement für Massnahmen zur rationellen und sparsamen Energieverwendung erfährt zwei Änderungen. Ab dem 1. Januar 2011 wird die Stadtgemeinde Diessenhofen keine Beiträge zur Anschaffung eines E-Bikes leisten. Die Praxis zeigt, dass die Preise für E-Bikes gesunken sind und der Beitrag kaum mehr einen wesentlichen Anreiz zum Kauf eines E-Bikes bietet. Zudem ist die Umweltverträglichkeit bezüglich der Entsorgung einer Batterie in Frage gestellt.
Per sofort sieht die Stadtgemeinde einen Beitrag an Ersatz von Haushaltgeräten vor und umfasst dabei Kühl- und Gefriergeräte sowie Tumbler- und Raumlufttrockner. Voraussetzung ist die fachgerechte Entsorgung des alten Gerätes sowie die Verwendung auf dem Gebiet der Stadtgemeinde. Der erfolgt mit der Einreichung eines vom Händler unterschriebenen Formulars, das vor Anschaffung und Entsorgung auf der Stadtverwaltung zu beziehen ist. Beitragsberechtigt sind nur  die oben aufgeführten Haushaltgeräte die unter www.topten.ch aufgelistet sind und die vorausgesetzte Mindestklassierung erfüllen.