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Wasserbaustelle Geisslibach

20.01.2010 (von Guido Elser) Zur Zeit ist der Fussgängerweg vom SBB-Viadukt bis zur Rottmühle dem Geisslibach entlang im mittleren Teil total  gesperrt, denn dort sind im Geisslibach grosse Baumaschinen im Einsatz.



Die Wasserbaufirma K. Geiges AG aus Warth ist mit schwerem Gerät damit beschäftigt das dortige Wehr im Geisslibach, eine gegen 2 Meter hohe Mauer, die nicht fischgängig ist,  zu entfernen und auch dort den Bach zu naturalisieren. Die Planung und Bauleitung hat das Ing. Büro Fröhlich Wasserbau AG aus Frauenfeld. Wegen der teilweisen Schneeschmelze führt der Bach auch jetzt mitten im Winter ziemlich viel Wasser. Aber das ist kein Hindernis für die Spezialfirma. Der Kanal der das Wasser zum Wasserrad bei der hinteren Mühle führt wurde während der Bauzeit abgekoppelt und das gesamte Wasser des Baches wird zur Zeit durch ein grosses Rohr neben dem Bachbett geführt. Anstelle der genannten Mauer wird das Bachbett leicht verändert, um das dortige Gefälle fischgängig zu machen. Bei den übrigen Schwellen im Bach von der Baustelle bis zur Brücke Schaffhauserstrasse muss die Firma mit einigen Steinen, die noch gesetzt werden nur noch geringfügige Bachbettänderungen vornehmen, denn dort ist der Bach heute schon fischgängig.



Fischpacht neu bei der Bürgergemeinde!

Sehr grosses Interesse an diesem Bauvorhaben hat die Bürgergemeinde, der die Fischenz im Rhein gehört, wie Bürgerpräsident Bruno Giuliani vor Ort am Bach erklärte. Vor den Bauarbeiten wurde der Bach total abgefischt. Es waren vor allem Forellen und Alets im Bach. Diese wurden alle im Rhein wieder ausgesetzt.

Die Bürgergemeinde hat inzwischen beim Geisslibach von der Strassenüberführung Adler bis zur Rottmühle die Pacht für dieses Bachstück erworben. Sie möchte den Geisslibach in Zukunft als Kinderstube für Jungfische benutzen. Das ist nun möglich, da der Bach von der Mündung in den Rhein bis zur Rottmühle fischgängig gemacht wird. Dazu kommt eine weitere wichtige Funktion des Geisslibaches viel besser als bisher zum Zuge: Bei zu hohen Wassertemperaturen im Rhein (z.B. Sommer 2003) suchen die Aeschen und die Forellen kühleres Wasser auf. Da das Wasser des Geisslibaches um einige Grade kühler ist als der Rhein, ist der Geisslibach für Fische ein wichtiges Überlebensgewässer. Dazu muss aber der Bach fischgängig sein, was mit den gegenwärtigen Bauarbeiten am Bach erreicht werden  wird.

Was kostet das den Steuerzahler?


Und was kosten diese Bauarbeiten den Steuerzahler? Diese Bauarbeiten sind im Budget 2010 enthalten. Sie sind mit circa 150 000 Franken veranschlagt. Daran zahlt der Bund (Renaturierungsmassnahme) ca. 35 000 Franken und die Bürgergemeinde 30-35 000 Franken. So bleiben für den Steuerzahler noch 80 000 Franken.