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Der Pilzkontrolleur zieht Bilanz

(15.12.2010) Als Nachfolger des verstorbenen Walter Steiger zieht Pilzkontrolleur Rolf Thomen mit seinen Jahresberichten 2009 und 2010 Bilanz über seine Tätigkeit. Im Vorfeld dazu wurde die Pilzkontrolle in Zusammenarbeit zwischen Rolf Thomen und dem Stadtrat umstrukturiert und der Arbeitsweise anderer Pilzkontrolleure angepasst. Im Gegensatz zu seinem pensionierten Vorgänger muss Rolf Thomen die Pilzkontrolle mit seiner beruflichen Tätigkeit zeitlich abstimmen. Zudem wurde in den Räumlichkeiten des Werkhofs ein Kontrolllokal eingerichtet.



Pilzjahre zu vergleichen ist nicht ganz einfach, da die meteorologischen Verhältnisse entscheidend auf die Erträge und somit auf die Anzahl Kontrollen Einfluss haben. Um eine zahlenmässige Bilanz korrekt zu ziehen, müssen wohl fünf Jahre abgewartet werden, um mit verbindlichen Durchschnittswerten rechnen zu können.

Die ersten beiden Jahre konnten unterschiedlicher nicht sein. Dabei spielte der Faktor der Umgewöhnung der Sammler an Kontrollzeiten und Verfügbarkeit des Kontrolleurs ebenso mit. Während 2009 rund 65 kg Pilze durch die Hand des Kontrolleurs gingen, waren dies 2010 bereits 145 kg. Bestätigt hat sich in beiden Jahren die Tatsache, dass rund 10 % der kontrollierten Pilze ungeniessbar und davon einige wenige sogar giftig waren.

Von den rund 150 Kontrollen entfiel gut die Hälfte auf Sammler, die aus Diessenhofen stammen. Etwa 50 Pilzsammler, die die Kontrolle in Anspruch nahmen stammen aus den angrenzenden Gemeinden Basadingen-Schlattingen, Schlatt und Gailingen. Diesen Gemeinden werden die finanziellen Aufwendungen im Verhältnis der anfallenden Kontrollen weiter verrechnet.