Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Im Zeichen des Generationenwerks

Gedanken von Stadtammann Walter Sommer zum Jahresende

 

Der Bau der Dreifachsporthalle Letten und deren Vollendung samt Einweihungsfeierlichkeiten nach nur gerade 300 Arbeitstagen prägten das Jahr 2011. Diessenhofen hat ein neues Wahrzeichen erhalten.

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter dem Stadtrat als letztlich verantwortlicher Behörde. Die Klärung der politischen Fragen geht bis auf fünf Jahre zurück. Dauerleistungsvermögen war gefragt. Die Lettenhalle ist das grösste öffentliche Bauvorhaben seit dem Bau der Mehrzweckanlage Rhy-Halle vor bald 30 Jahren. Diessenhofen hat die Infrastruktur für die aktiven Sportvereine als anerkannte Mitträger einer funktionierenden Gesellschaft wesentlich ausgebaut. Der Standort wurde gestärkt. Der Hallenbau war auch eine regionale Herausforderung– und es wurde eine regionale Lösung gefunden.

Bürgernahes Politisieren

Der markante Wechsel in der Zusammensetzung des Stadtrates ist auf die neue Legislatur hin reibungslos verlaufen. Die neuen Mitglieder tragen sich mit konstruktiver Frische, mit viel Elan und engagiert in die Behördenarbeit ein. Für sie wird das Fällen von Entscheiden in der gegenwärtig vorherrschenden Multioptionsgesellschaft mit dem einzigen Ziel der individuellen Selbstoptimierung nicht leichter werden. Schon immer war es schwierig, es allen recht zu machen. Der Stadtrat bemüht sich sehr, auch spontan aufgegriffenen Anliegen Einzelner oder Weniger nachzukommen und er führt rasche Lösungen herbei. Eine anspruchsvolle Aufgabe in einer immer breiter gefächerten Gesellschaft, in der zudem viele Mühe bekunden, neue Regelungen zu akzeptieren. Die Behörde geht voraus, antizipiert und setzt Ziele. In neuer Besetzung wurden die Leit- und Entwicklungsziele des Stadtrates überarbeitet. Der Prozess nachhaltiger Entwicklung kann weiter gehen.

Diessenhofen war auch 2011 politisch auf Kurs, dies mit so spannender wie aufwändiger Behördenarbeit. 156 Haupt- und ebenso viele Nebenbeschlüsse wurden gefasst. Die Bevölkerung wächst weiter um die zwei Prozent, das Rheinstädchen zählt Ende November 3‘466 Einwohner. Über 50 Baubewilligungen wurden erteilt, „Diessenhofen ist nahezu gebaut“, Neueinzonungen werden unumgänglich.

Wichtiges Bereitstellen von Infrastruktur

Hauptaufgabe der Politik, sprich des Stadtrates, ist das Bauen von Infrastruktur. Bei der Sporthalle wurden gegen 150 Parkplätze neu ausgebaut, die Rohbauarbeiten für die neue Beckenlandschaft im Rheinbad Rodenbrunnen haben begonnen. Natürlich ist auch Jahr für Jahr der Strassen- und Werkleitungsbau zentral: Mit dem Kanton und unter dessen Leitung wurde das Trottoir an der Basadingerstrasse und der Seeradweg zwischen Rheinperle und Bleichi gebaut, dann auch die neue Erschliessungsstrasse in den „Schwanzwiesen“ und auf mehreren Strassen wurden Deckbeläge eingebaut. Namhaft investierte auch die Elektrizitätsversorgung (EVD) in neue Trafostationen und deren Netzanbindung, brutto für 1,4 Millionen Franken. Es freut, dass die EVD ab 2012 ihre Strompreise entgegen dem allgemeinen Teuerungstrend senken kann.

Kommunikation auch über Facebook

Die SWIFT hat anfangs 2011 mit dem Bau ihres Datencenters begonnen, das Ende 2012 in Betrieb gehen wird. In den „Schwanzwiesen“ wird sich ein neuer Betrieb ansiedeln und die Raiffeisenbank ihren künftigen Geschäftssitz an der Bahnhofstrasse finden.

Gemeinsam mit Gailingen wurde ein zweites Intereg IV Projekt „Grenzübergreifende Verkehrskonzepte Gailingen–Diessenhofen“ gestartet; gemäss den Vorgaben der Entwicklungsplanungen liegen die zwei Machbarkeitsstudien „Verbindung Rheinufer-Altstadt“ und zusätzlicher „Anschluss T13“ vor.

Der Stadtrat ist im Bereich der Ortsplanung aktiv, das Label „Energiestadt“ wurde bestätigt und die Stadtgemeinde kommuniziert nun mit neuer Website und auch über Facebook. Das kulturelle Angebot ist nach wie vor gross, die Museumsnacht war ein voller Erfolg. Entsprechend seinem breiten Aufgabenbereich wählte der Stadtrat beispielsweise auch eine Integrationsverantwortliche für die verbesserte Integration von Ausländern oder gewährte etwa eine insgesamt hohe Beitragssumme an die privaten Massnahmen für eine sparsame Energieverwendung.

Anhaltende Schönwetterlage

Mahatma Gandhi sagte: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Diessenhofen bewegt sich, und das mit Lust. Der Stadtrat verändert sich dauernd, beurteilt die Lage fortlaufend neu und geht die Entwicklungen mit. Die Behörde politisiert aufrichtig und das politische Klima ist von schönem Wetter geprägt. Dazu trägt auch die bürgernahe Stadtverwaltung einen grossen Teil bei.

Ich bedanke mich für die aufbauende Grundstimmung im Städtchen und für die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Stadtratsmitgliedern herzlich. Allen Einwohnerinnen und Einwohnern wünsche ich ein erfolgreiches und gefreutes 2012.