Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Lift zwischen Altstadt und Rhein

(31.05.2011) 

Eine Fussgängerverbindung zwischen Altstadt und Rhein, welche Betagten, Behinderten oder Familien mit Kinderwagen mühelos den Höhenunterschied zwischen Altstadt und Rheinufer überwindet war ein wichtiges Anliegen der Entwicklungsplanung Altstadt. Mit Gemeindeversammlungsbeschluss vom 14. November 2008 wurde der Wille zur Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie in den Massnahmenkatalog aufgenommen. Der Stadtrat beauftragte das Architekturbüro Moos.Giuliani.Herrmann.Architekten und das Ingenieurbüro Béchaz + Flükiger mit der Ausarbeitung der Studie, aus der zwei Varianten hervorgingen.

 

Bestehender Lift im Unterhof

Der bestehende Lift im Unterhof bringt die Besucher von der Schifflände zur Ebene der Altstadt. Dort werden sie mit Hilfe einer neuen Signalisierung durch die Altstadt geleitet. Diese wohl kostengünstigste Möglichkeit bedürfte allerdings des Einverständnisses der Eigentümer und Betreiber des Unterhofes, um eine öffentliche Zugangsmöglichkeit zu schaffen.

 

Lift und Aussichstplattform beim Rathaus

Spektakulär und attraktiv präsentiert sich ein Steg zu einer 15 Meter über dem Rhein platzierten Aussichtsplattform beim Rathaus, von wo aus ein Lift die Besucher zum Schwaderloch führt. Das ganze kann in einer leichten Stahlkonstruktion ausgeführt werden und bietet ein zurückhaltendes Erscheinungsbild. Diese Leichtigkeit wird durch filigrane Stahlprofile erreicht. Zusätzlich kann die Konstruktion begrünt werden. Als Vorbild dient der Hammetschwand-Lift auf den Bürgenstock am Vierwaldstättersee. Eine Kostenschätzung beläuft sich auf rund eine halbe Million Franken.

 

Machbarkeitsstudie ist mehr als Vision

Der Stadtrat zeigte sich mit der Umsetzung der Aufgabe zu einer präsentationsreifen Studie durch die beauftragten Firmen sehr zufrieden. Eine Machbarkeitsstudie ist mehr als eine Vision, jedoch noch kein Projekt. Sie überprüft die Umsetzung von der Vision zum Projekt und ermittelt, in welchem Umfang, mit welchen Mitteln und in welcher Zeit ein Projekt realisiert werden kann. Im Wesentlichen werden dabei die organisatorische Umsetzung, die wirtschaftliche und technische Machbarkeit, Ressourcen und Verfügbarkeit sowie die rechtliche und zeitliche Umsetzung betrachtet.