Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Alt Stadtammann Ernst Ott ist gestorben

 

Am 16. Dezember starb in der Klinik St. Katharinental Altstadtammann
Ernst Ott im hohen Alter von gut 90 Jahren.


(von Guido Elser) Er übernahm 1967 als Nachfolger von Bruno Meier die
politische Leitung des Rheinstädtchens. Von seiner langjährigen Arbeit im Baufach so auch
in der Holzbaufirma Ott brachte er reiche Erfahrung in sein Amt mit. Damals war eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Es folgte dann
die Rezession der 70-er Jahre und danach ein langsamer Wiederaufschwung..

Rhyhalle und Umfahrungsstrasse gebaut

Ernst Ott trieb unter anderem den Geschwässerschutz voran und war besorgt, dass die Werkleitungen einen zeitgemässen Stand aufwiesen. In
seine Zeit fiel der Bau der Rhyhalle und der Umfahrungsstrasse. Die sich bereits im Besitz der Stadt befindlichen Liegenschaften Oberes Amtshaus
(heute Museum). Gredhaus und Haus zur Hoffnung wurden renoviert.

 Wenn wir heute das Museum mit der über die Region hinaus bekannten Dauerausstellung Carl Roesch sehen, sind wir dankbar für das grosse Verständnis von Stadtammann Ott für die kulturellen Belange.

Noch unter seiner Amtszeit wurde die Feuerwehr aus dem Städtchen ausgelagert, und an der Grabenstrasse wurde das heutige Feuerwehrdepot gebaut.

Kirchen- und Schulpräsident


Ernst Ott war auch noch viele Jahre lang Pfleger und Präsident der Evang. Kirchgemeinde, und 8 Jahre lang war er Präsident der Primarschulgemeinde. Die grosse Kraft für sein Ämter schöpfte Ernst Ott aus seiner tiefen
christlichen Grundhaltung. 1987 übergab Ernst Ott das Stadtammannamt nach 20 Jahren an seinen Nachfolger Walter Sommer.

Aktiv auch im Ruhestand

Aber auch im Ruhestand blieb Ernst Ott noch lange Zeit aktiv. So leitete er noch bis 1996 als Präsident den Verkehrsverein. Als 1993, seine Ehefrau Ruth geborenen Kocherhans starb, wurde es ruhiger um Ernst Ott. Noch
über seinen 90. Geburtstag am 28 April dieses Jahres hinaus führte er in seinem Einfamilienhaus im Rodenbrunnen 7 seinen eigenen «Junggesellen»-Haushalt.

Die letzten Monate seines langen Lebens verbrachte er vom Pflegepersonal gut umsorgt in der Langzeitabteilung der Klinik St. Katharinental, wo er nun kurz vor Weihnachten von seinen inzwischen aufgetretenen Altersbeschwerden erlöst wurde.

Die Trauerfeier findet am 28. Dezember um 14.30 Uhr in der Stadtkirche
Diessenhofen statt.