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Umzonung Kundelfingerhof

Am 15. November 2011 wies der Stadtrat Diessenhofen die Einsprache des WWF Bodensee/Thurgau gegen die neue Einzonung des Kundelfingerhofs ab. Nach Mitteilung des WWF verzichtete er auf eine Rekurserhebung. Nach zwischenzeitlich unbenutztem Ablauf der Rekursfrist ist der Beschluss der Stadtbehörde in Rechtskraft erwachsen. Die Umzonung bedarf nun noch der Genehmigung des kantonalen Departements für Bau und Umwelt.

Auf die öffentliche Auflage hin erhob der WWF Bodensee/Thurgau Einsprache. Diese richtete sich insbesondere gegen den Kanton Thurgau, der vom Bund angemahnt wurde, die Weilerzone zu überprüfen. Mit dieser Zone gehen die Kantone unterschiedlich um. So wird sie im Kanton Thurgau und auch im Kanton Zürich als Baugebiet ausgewiesen. Es gibt jedoch andere Kantone, die die Weilerzone dem Nichtbaugebiet zuschlagen. Diese Problematik trifft gemäss WWF auch auf den Kundelfingehof zu, der neu in eine Erhaltungszone umgezont werden soll, die einer Weilerzone ähnlich ist.

Bei der vorgesehenen Zuweisung des Hofs in eine Bauzone geht es laut der Darstellung der Gemeinde Diessenhofen bei möglichen Ersatz- oder Neubauten nicht um eine schleichende Veränderung oder gar Vergrösserung des Hofs, vielmehr steht der optimale Schutz des Ensembles im Vordergrund. Das Bauvolumen darf insgesamt nicht vergrössert werden. Dieser geplante Schutz und Erhalt des Bauensembles dürfte denn auch in erster Linie den WWF dazu bewogen haben, auf einen Rekurs zu verzichten.