Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Sicherheit und Attraktivität dank Fällen und Abbruch

Spektakuläre Bilde gab es diese Woche an zwei Baustellen in Diessenhofen zu sehen. Einerseits wurden die Pappeln entlang des Geisslibaches oberhalb des Bootshafens gefällt, andererseits wird der Bunker bei der Badi St. Katharinental abgebrochen.

 

 

Fällen eine Frage der Sicherheit

Bereits vor vier Jahren sah sich der Stadtrat vor der Entscheidung, die Pappeln an der Rheinstrasse zu fällen. Zwingende Gründe dafür waren jedoch noch keine vorhanden. Eine aktuelle Gefahrenanalyse durch Gutachten zweier unabhängiger Fachstellen zeigt, dass nun Handlungsbedarf vorhanden ist. Die Verantwortung für Sach- oder sogar körperlicher Schäden an Passanten durch das Herunterfallen dürrer Äste kann nicht mehr übernommen werden. Da sich der Standort der Pappeln gemäss Zonenplan im Baumschutzperimeter befindet, wird der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen über eine Neubepflanzung beraten. Im Fokus stehen dabei Kastanienbäume oder kleinwüchsige Birken.

 

 

Mit der Renaturierung weicht auch der Bunker

Das Rheinufer unterhalb des St. Katharinentals wird als Pilotstrecke auf einer Länge von rund 90 Metern renaturiert und aufgewertet. Im Zuge dieser Aktion verlangte der Stadtrat gleichzeitig den Abbruch des Bunkers, der sich nicht dem Erscheinungsbild der modernen Rehaklinik in der schönen, barocken Klosteranlage anpasst. Die Abbrucharbeiten gestalten sich beim dickwandigen und mit sehr viel Armiereisen versehenen Bunker als aufwendig. Die beauftragte Firma arbeitet dabei mit Spezialbaufahrzeugen, um die Bausubstanz transportfähig zu verkleinern. Der Bunker wird bis rund 40 Zentimeter unter dem bestehenden Terrain abgebrochen.

Mit der Renaturierung wird das Ufer abgeflacht und mit Wandkies überschüttet. An einzelnen Stellen werden Sitzgelegenheiten mit Natursteinen erstellt. Das Flachgebiet hinter der Böschungskante wird begrünt und steht weiterhin der Landwirtschaft und den Badenden zur Verfügung. Der bestehende Wanderweg wird südwärts verlegt.

Die Gesamtkosten betragen 173 000 Franken. An diese Kosten leisten die Kraftwerke Schaffhausen AG, die Klinik St. Katharinental sowie die Liegenschaftenverwaltung des Kantons Thurgau Beiträge. Der Anteil der Gemeinde Diessenhofen an den Nettokosten von 96 000 Franken beträgt rund 16 300 Franken.