Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Rush-Hour-Verkehr in der Altstadt noch erträglich ?

 

Stadtrat prüft Massnahmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein alltägliches Bild während des Feierabendverkehrs in der Rheinhalde

Der Stadtrat hat sich intensiv mit dem zunehmenden Verkehr in der Altstadt insbesondere zu Arbeitsbeginn am Morgen und zu den Feierabendstunden beschäftigt. Dabei fällt insbesondere der Nord-Süd-Verkehr ins Gewicht, da sich zu den Fahrten von und zur Arbeit (kleiner Grenzverkehr) noch diejenigen des Einkaufstourismus im grenznahen Bereich aufaddieren. In einer ersten Phase liess der Stadtrat Frequenz und Tempi in der Rheinhalde prüfen.

 

Erstaunliche Messresultate

Dabei musste festgestellt werden, dass sich seit der letzten Messung vor sechs Jahren die Anzahl Fahrzeuge je nach Tageszeit und Wochentag um 10 bis 30 % erhöhte, am Samstag sogar um 44%. Durchschnittlich wird die Rheinhalde in beide Richtungen täglich von 4‘361 Motorfahrzeugen passiert. Der Spitzenwert vom Freitag liegt bei 5‘295 Fahrzeugen. Die stärksten Frequenzen wurden in der Zeit zwischen  16.00 Uhr und 18.00 Uhr gemessen. Die Tempi lagen im erlaubten Bereich (durchschnittlich 25 km/h). Insbesondere die Anzahl Fahrzeuge liessen den Stadtrat einen klaren Handlungsbedarf spüren.

 

Es wurde bereits viel realisiert

Verkehrsplaner Paul Widmer zeigte dem Stadtrat kürzlich auf, welche Massnahmen bezüglich der Verkehrsberuhigung im Altstadtbereich in den letzten Jahrzehnten überdacht, geplant und zu einem schönen Teil auch realisiert wurden (z.B. Tempo 30, Lastwagenfahrverbot etc.). Diese Zusammenstellung bildet nun für den Stadtrat Grundlage, mit dem Verkehrsplaner neue Massnahmen zu entwickeln, um nicht nur eine weitere Steigerung des Verkehrsaufkommens zu vermeiden sondern auch um der aktuellen, hohen Verkehrsfrequenz entgegenzuwirken.

 

Nachmessungen innerhalb der Toleranz

Bewährt haben sich mit Sicherheit die Tempo-30-Zonen. Dies zeigen auch die Nachmessungen im Obertor. Rechnerisch werden dabei zwei Resultate ermittelt, nämlich dasjenige der Durchschnittsgeschwindigkeit (V50) und dasjenige welches das Geschwindigkeitsverhalten von 85 % der Verkehrsteilnehmer aufzeigt (V85). Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei diesen Messungen lag bei 31 resp. 32 km/h; die V85 bei 36 resp. 37 km/h. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) wären weitere Massnahmen nötig, wenn der V85-Richtwert von 38 km/h überschritten wird oder wenn durch die Verkehrsanordnung neue Sicherheitsdefizite geschaffen wurden.