Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Handeln mit Augenmass - Auch in Zukunft qualitatives Wachstum

 

Gedanken von Stadtammann Walter Sommer zum Jahresende

Wohnbauten bringen wegweisende Verdichtung nach innen

Seit der Annahme der Revision des Raumplanungsgesetzes durch das Schweizervolk am 3. März 2013 sind die Voraussetzungen für die bauliche Entwicklung im Umbruch. Die politische Haltung, dass möglichst keine Landreserven mehr angetastet werden und das Bauland gegen innen verdichtet wird, prägt auch die Diessenhofer Bevölkerung. Dennoch stimmten die Stimmberechtigten der Stadtgemeinde Diessenhofen am 24.11.2013 der Umzonung von 2.5 ha Land von der Landwirtschafts- in die Wohnzone W3 zu. Damit sagen sie Ja zur Stärkung von Diessenhofen als regionales Zentrum mit moderatem Wachstum. Mit den aktuellen Bauvorhaben und -projekten von Mehrfamilienbauten kommt Diessenhofen dem aktuellen raumplanerischen Ansinnen bereits nach. Bei der demnächst anstehenden Überarbeitung von Baureglement und Zonenplan wird aber eine höhere Ausnutzung des bestehenden Baugebiets ohne dessen wesentliche Erweiterung im Vordergrund stehen.

Diessenhofen erlebt zurzeit einen Bauboom. Mehrere Projekte mit Wohnüberbauungen bzw. gegen 70 Wohnungen werden in der Altstadt, auf mittlerweile ungenutzten, zentral gelegen Gewerbegeländen wie auch am Siedlungsrand realisiert.

Das Bevölkerungswachstum der Stadt lag in den letzten fünf Jahren bei etwa elf Prozent, es dürfte sich 2013 indes etwas abflachen. Für die kommenden Jahre kann dennoch eine günstige Wachstumsprognose gestellt werden, weil die Bautätigkeit rege bleiben wird. Erfreulich ist, dass die Diessenhofer Altstadt immer mehr zu Wohnzwecken genutzt wird. Gleich 22 neue Eigentums- oder Mietwohnungen entstehen unweit voneinander an der Hintergasse. Damit erfolgt die gewünschte Verdichtung nach innen. Diese Stadtwohnungen sind begehrt, weil sie mit Garagen angeboten werden.

Diessenhofen verfügt über gute Standortqualitätsindikatoren. Zu diesen zählen immer bessere ÖV-Verbindungen über Schaffhausen bis ins Wirtschaftszentrum Zürich. Bezüglich des Schaffens von Arbeitsplätzen ist die definitive Ansiedlung der Firma Mobil in Time AG bedeutsam, die an der Mattenstrasse ihren Betrieb aufbaut.

Kulturelles Geschehen im Aufbruch

Seit 2008 besteht die Künstlervereinigung mit rund 50 Mitgliedern, von denen elf ihre Ateliers vorwiegend in der Altstadt betreiben. Im Oberen Amtshaus wurde auch zur Attraktivierung des „Museum Kunst + Wissen“ ein Geschoss saniert. Eine erste „Grossausstellung“ im September brachte 700 Besucher. Seit März 2013 ist die neue Kulturbeauftragte der Stadt, Helga Sandl, im Amt. Ende September wurde der „Kunstverein Diessenhofen“ gegründet. Die Kulturstube Löwen bietet vielfältige, das kulturelle Leben bereichernde Angebote an. Für die Kulturförderung können die Mittel des Kulturpools ab 2014 auf CHF 22‘000 aufgestockt werden. Diese Aufzählung bekundet deutlich die kulturelle Entwicklung im Rheinstädtchen. Und Diessenhofen fiebert aufs nächste Jahr hin dem Freilichtspiel „Das schwarze Gold“ entgegen.

Viele Projekte am Laufen

Zum Wohle der Gemeinschaft sind viele Projekte aufgegleist. So die Erweiterung des Rheinbads (Gebäude und Neugestaltung Ufer) oder der nachhaltig angelegte Schritt in die „2000-Watt-Gemeinde“. In dieser sollen aus gesellschaftspolitischer Verantwortung den Nachfahren gegenüber Energiesparmassnahmen aller Form bestimmt werden. Die Verkehrsberuhigung der Altstadt bleibt im Fokus, hier setzte der Stadtrat eine Verkehrskommission ad hoc ein mit dem Auftrag, ihm bis Ende 2014 Vorschläge zu unterbreiten. Für die Tätigkeiten des Stadtrats wird auf 2014 ein neues Geschäftsführungsprogramm installiert, das die papierlose Behördenarbeit ermöglicht. Nächstes Frühjahr wird die Alte Schaffhauserstrasse auch mit dem Ziel einer verbesserten Sicherheit für die Benutzer ausgebaut.

Neue Herausforderungen und Reformen

Das soziale, das menschliche Klima vor Ort muss uns genauso wichtig sein wie Luftreinhaltung und natürliche Umwelt. Auch für den Stadtrat geht es darum, die gesellschaftlichen Tendenzen von der Überalterung der Bevölkerung, der Migration oder der sozialen Ausgrenzung bis hin etwa zur abnehmenden Bereitschaft zur unbezahlten Freiwilligenarbeit als Chance für Innovationen auch der öffentlichen Hand zu sehen. Im kommenden Jahr sollten zudem zentralere Aussagen bezüglich des Angebots für die Fremdbetreuung der Kinder von Eltern, die beide berufstätig sind, gemacht werden können.

Weiterhin mit dem Volk und für das Volk

Der Stadtrat wird auch 2014 mit dem Volk und für das Volk mit Augenmass regieren. Den Stadtratsmitgliedern sowie der Stadtverwaltung danke ich bestens für die engagierte Zusammenarbeit. Allen Einwohner/-innen wünsche ich frohe, erholsame Festtage und ein gesundes, glückliches neues Jahr.