Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Vom Wohlfühlen und Identifizieren

 

Die wichtigste Aufgabe der Politik ist das Bereitstellen von Infrastruktur. Das Volk und die Behörde von Diessenhofen kommen dieser Vorgabe nach. Sie bauen Strassen aus, haben die Dreifachsporthalle erstellt, die Badi modernisiert oder etwa die Fassade des „Leuehof“ gesamtsaniert. Aber auch Private investieren in ihre Infrastruktur, sprich ihre Liegenschaften und unterhalten diese sehr gut. Ihre Identifikation mit dem Städtchen ist spürbar.

 

Soziales und menschliches Klima


Doch der Mensch lebt nicht von der Infrastruktur allein. Sein Leben spielt sich zu wesentlichen Teilen auch im gesellschaftlichen Bereich ab. Diessenhofen bietet auch diesbezüglich gute Voraussetzungen für ein lebendiges Kollektiv:

Kinderspielplätze, Eröffnung der Kindertagesstätte, Jugendtreff, ein Altersheim mit Alterswohnungen oder ein Alters- und Pflegeheim. Kultur und Kunst werden gepflegt, die schöne Badeanlage, ruhige Spazierwege, der Vitaparcours und das jährlich erweiterte Radwegnetz bieten Erholung und Freizeitvergnügen. Das erfolgreiche Freilichtspiel „Schwarzes Gold“ ist ein schlagender Beweis für den kulturellen Aufbruch und dafür, was man Grossartiges erreichen kann, wenn das Miteinander stimmt.

Diessenhofen gewährleistet Mobilität im Alter; Fahrdienste werden angeboten, ein Stadtbus steht zur Verfügung und die Spitexbetreuung erfolgt auf höchstem Niveau. Ab den altersgerechten neuen Wohnungen sind es nahe Wege zum Bahnhof, zu den Einkaufsläden, zur Post, zu den Banken etc. Die neuen Wohnbauten bringen eine wegweisende Verdichtung nach innen.

Ich habe den Eindruck, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner in Diessenhofen wohlfühlen und das soziale, menschliche Klima vor Ort stimmt. Natürlich gibt es auch bei uns immer wieder Handlungsbedarf. Wird indes ein solcher festgestellt, kann die Lücke gemeinsam meist rasch geschlossen werden. Damit Diessenhofen noch schöner und besser wird.

 

Viele Projekte abgeschlossen


Das Jahr ist wieder schnell vergangen. Man hat das Gefühl: Einfach so und ruhig. Aber wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, wie viel sich auch 2014 wieder verändert hat.

Zum Wohle der Gemeinschaft wurden nebst der vorstehend erwähnten viele Projekte ausgeführt. So der nachhaltig angelegte Schritt in die „2000-Watt-Gemeinde“ mit all ihren Energiesparmassnahmen. Der Kauf eines neuen Kommunalfahrzeugs mit Elektroantrieb, die Einführung der Tempo-30-Zone Grossholz und überdurchschnittliche Zuschüsse an Fotovoltaikanlagen, die bereits 2 Prozent Stromverbrauchs produzieren, passen ins Bild der seit 2007 zertifizierten Energiestadt.

Hinzu kommen wegweisend etwa die definitive Einzonung von 2,5 ha Bauland in der Schupfenzelg sowie zwei Umzonungen. Nach dem Brand des Bäderschopfs in der zweiten Nachthälfte vom 10./11. April 2014 hat der Stadtrat mit dem Verkauf der leerstehenden Parzelle zukunftsorientiert für das Wohnen in einer belebten Altstadt gehandelt. Mit dem noch laufenden Projekt „Positionierung Diessenhofen“ will die Behörde das Verständnis des Rheinstädtchens neu formulieren.

An drei Orten wurden Unterflurcontainer für die Optimierung der Kehrichtentsorgung eingebaut, weitere folgen im kommenden Jahr. Der Ringschluss für das Hauptnetzt der Erdgasversorgung wurde südlich um die Gemeinde herum fertig gestellt und alle elektrischen Leitungen sind derzeit im Boden verlegt. Das Bestattungs- und Friedhofreglement wurde einer Gesamtrevision unterzogen.

 

In Bewegung


Der Stadtrat hat an zwölf Sitzungen viele Entscheide getroffen, darunter 50 Baubewilligungen erteilt. Er arbeitet seit diesem Jahr mit einem neuen elektronischen Geschäftsführungsprogramm, das die papierlose Behördentätigkeit ermöglicht.

Das Bevölkerungswachstum der Stadt lag 2014 anhaltend bei zwei Prozent. In den letzten sechs Jahren hat aber auch die Zahl der ansässigen Betriebe ebenso wie die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um je ca. zehn Prozent zugenommen. Diessenhofen liegt im Thurgau mit einem Ortssteuerfuss von 47 Prozent bei den steuergünstigsten Gemeinden. Möglich ist dies dank dem haushälterischen Umgang mit den öffentlichen Geldern einerseits und dem erfreulichen Steuersubstrat andererseits. Ausgezeichnete Wohnqualität, gesunde Finanzen und bürgerorientierte Behörden sind stark entwickelte Indikatoren, die für das Rheinstädtchen als beliebtes Domizil sprechen.

 

Dank


Den Stadtratsmitgliedern und der Stadtverwaltung danke ich bestens für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich auf das weitere Amtieren im 2015. Ganz offiziell richte ich den Dank auch an die Vielen, die einen Beitrag fürs Allgemeinwohl leisten. Allen wünsche ich gute Gesundheit, Zuversicht, viel Freude, Wohlergehen sowie den Mut und die Kraft, das Leben aufbauend zu gestalten.