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Rheinufergestaltung wird vorgestellt

Öffentliche Orientierungsversammlung vom 6. April 2017

Ziel der Rheinufersanierung ist es, die bestehende harte Uferverbauung wo immer möglich zu entfernen und das Ufer so zu gestalten, dass es den Bedürfnissen der Anwohner, der Erholungssuchenden sowie der Natur gerecht wird und möglichst geringen Unterhalt verursacht. Das Konzept zur Ufersanierung des Hochrheins wird am Donnerstag 6. April 2017 um 20 Uhr in der Rhyhalle in Diessenhofen vorgestellt (siehe Inserat). Die Stimmberechtigten haben an der Orientierungsversammlung Gelegenheit, sich konsultativ für oder gegen das Projekt zu entscheiden.

Zeitgemässe Ufersicherung

Weniger als die Hälfte des 16.6 km langen Thurgauer Rheinufers zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen sind in einem natürlichen oder naturnahen Zustand. Der restliche Teil besteht aus Betonplatten, Mauern oder Blockwurf. Sowohl aus ökologischer als auch aus landschaftlicher Sicht ist der Rhein dadurch massiv beeinträchtigt. Zudem ist die Zugänglichkeit des Gewässers erschwert.

Viele dieser Ufersicherungen stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit sind sie beschädigt und teilweise unterspült worden. Viele Abschnitte sind deshalb baufällig. Der bestehende Uferschutz muss durch eine zeitgemässe Ufersicherung ersetzt werden. Ein Konzept zur Sanierung der Ufer gibt eine Übersicht über die zu verbauenden Abschnitte und schlägt konkrete Sanierungsmassnahmen vor. Diese werden an der Infoveranstaltung vom 6. April aufgezeigt.

Eine zeitgemässe, ökologisch verträgliche und den unterschiedlichen Nutzungen und Gegebenheiten angepasste Sanierung steht im Fokus der Planer. Wo die Siedlungen bis an den Rhein grenzen, bleiben die bestehenden Sicherungen in der Regel erhalten und werden bei Bedarf saniert.

Pilotstrecke zwischen Rheinperle und Campinplatz Läui

Als erster Revitalisierungsabschnitt wurde eine 900 m lange Strecke unterhalb der Bleichi östlich von Diessenhofen ausgewählt. Es ist vorgesehen, die bestehenden Betonelemente zu entfernen und durch eine naturnahe Gestaltung zu ersetzten. Ziel ist eine hohe Aufwertung für die Naherholungssuchenden und die Natur. Die Ufervegetation soll weitgehend erhalten bleiben. Nur lokal werden Gehölze ausgelichtet. Der Uferweg soll in Länge und Höhenlage beibehalten werden. Stellenweise wird ein Holzsteg über das Wasser führen. Es sind Sitzgelegenheiten, Feuerstellen und natürlich strukturierte Badeplätze vorgesehen.