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Stadtrat wehrt sich gegen die Aufnahme eines Windpotential-Gebiets Rodenberg in den kantonalen Richtplan

In seiner Eingabe an das Amt für Raumentwicklung wehrt sich der Stadtrat Diessenhofen nachdrücklich gegen die planerische Vorbereitung der Rheinlandschafts-Schädigung durch eine Windkraftanlage auf dem Rodenberg ebenso wie gegen die zu erwartenden, gesundheitlich bedenklichen Immissionen.

Der Rodenberg ist Teil des „Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung“ (BLN) und damit per definitionem eine der „wertvollsten Landschaften der Schweiz“. Der Bau einer Windkraftanlage auf dem Rodenberg widerspricht klarerweise der unter Bundesschutz stehenden, äusserst unverletzten Hochrhein-Landschaft, die mit einer nahegelegenen Windanlage offensichtlich beeinträchtigt würde.

Erst vor kurzem ist es dank vereinter Kräfte auch grenzübergreifend gelungen, Windkraftanlagen auf dem deutsch-benachbarten Rauenberg in Gailingen gegen die BW-Landesregierung zu verhindern. Dies in erster Linie wegen des hiesigen Brutgebiets der Rotmilane, die auch hier in hohem Masse heimisch sind.

Die Ausschlusskriterien sind zusammenfassend:

  • Besonders schützenswerte Landschaft im BLN-Inventar
  • Viel zu nahe an Besiedelungen
  • Rodenberg ist ein bedeutsames Brutgebiet und zugleich ein Vogeldurchzugsgebiet

Der Stadtrat würde im Wissen um die eindeutige Haltung der Stimmberechtigten gegen eine Zonenplanänderung opponieren und einer allfälligen Realisierung des Projekts stünde ein geschlossener politischer Widerstand gegenüber. Es ist vor diesem Hintergrund keineswegs sinnvoll, im Richtplan Vorgaben aufzunehmen, deren mittel-/langfristige Realisierungschancen von vornherein als nicht bestehend erkennbar sind.