Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Walter Sommer tritt auf Mitte 2017 zurück

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Der Stadtpräsident von Diessenhofen reichte auf Ende Juni 2017 beim Departement für Inneres und Volkswirtschaft sein Entlassungsgesuch ein. Diesem wurde mit dem Dank für die geleisteten Dienste entsprochen. Die Mitte der Amtsdauer ist ausdrücklich gewählt, um den Wechsel in geordneter Ruhe vollziehen zu können. Der Stadtrat und die politischen Parteien sind über den Rücktrittswunsch informiert.

Der Grund für die Amtsabtretung liegt im Erreichen des Ruhestandalters: 2017 steht Walter Sommer im 66. Lebensjahr. Auf den Zeitpunkt des Rücktritts wird er Volk und Staat 30 Jahre als Stadtpräsident gedient haben (1987-2017) und zudem vier Jahre als Mitglied des Stadtrates (1983-1987). Dies nebst vielen andern Funktionen im Dienste der Allgemeinheit.

Anhaltende Begeisterung

In seinem Entlassungsgesuch schreibt er: „Mein hoffentlich vorsorgender Einsatz im schönen Rheinstädtchen hat mir über all die Jahre grosse Freude bereitet. Mit dem Ziel der Nachhaltigkeit durfte ich grosse Erneuerungen mittragen und bei vielen vorausgehen. Dies gemeinsam mit einer engagierten Bürgerschaft und über all die Zeit begleitet von vielen verantwortungsbewussten Ratsmitgliedern.“

Das Städtchen, so Sommer, bewege sich in einem ruhigen politischen Klima des gegenseitigen Vertrauens. Die Begeisterung an seiner vielseitigen Arbeit habe bis heute nicht nachgelassen. „Meine Arbeit lernte mich, Veränderungsprozesse zu gestalten – und mindestens etwas geduldiger zu werden.“

Brückenbauer in Zeiten immer rascherer Veränderungen

Sommer hat sich als Brückenbauer und Macher verstanden und dabei sehr wohl gefühlt. Er sah den permanenten Ausbau qualitativ hochstehender Infrastruktur ebenso als Kernaufgabe wie das Schaffen einer kundenorientierten Verwaltungsführung. Die Stadtgemeinde ist steuergünstig und schuldenfrei und hat in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum erfahren.

Während seiner Amtszeit erfolgte im eigentlichen Wortsinn ein „Generationenwechsel“ - und er erfuhr die Veränderungen in der gesellschaftlichen Wertehaltung und den unablässigen Wandel im Zeitgeist. Sommer hat seine Ausbildung geschätzt, die ihn befähigte, eine interessante Führungsaufgabe wahrzunehmen.

Ersatzwahl am 12. Februar 2017

„Ich danke meinem näheren und weiteren Umfeld samt den Mitarbeitenden für das gleichbleibend hohe Vertrauen und das erspriessliche Zusammenwirken, das im Grossen wie im Kleinen meine Persönlichkeit geprägt hat.“ Den Dank richtet er auch an seine Familie und Partnerin, die ihm sowohl den Rücken frei gehalten als auch auf seine berufliche Beanspruchung Rücksicht genommen haben.

Der Stadtpräsident tritt nächstes Jahr mit Befriedigung und Wohlbefinden zurück.

Der erste Wahlgang wird auf den 12. Februar 2017 angekündigt, ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 21. Mai 2017 terminiert. Vorschläge zur Aufnahme in die Namensliste können bis spätestens Montag, 19.12.2016 (Poststempel) beim Stadtpräsidium eingereicht werden.

Höhepunkte eines langen Politeinsatzes

„Bei einer Auflistung selbst der zentralen Geschäfte über die drei Jahrzehnte hinweg ist es angesichts der Zahl der realisierten Projekte schwierig, ein Ende zu finden. Wenn ich zentral wenige hervorheben möchte, so wären dies die aufwändige Gesamtsanierung des Unterhofs seitens der damaligen Winterthur Versicherungen, die Wertschätzung, die wir der Rheinbrücke entgegenbrachten, der Schritt zur Energiestadt mit der Motivation zum Tragen fortwährender Verantwortung und der Bau der Lettenhalle.“