Am Rhy dihei - im Städtli willkomme

Stadtführungen

In Diessenhofen gibt es vieles zu entdecken! Nehmen Sie an einer Stadtführung teil und lassen Sie sich überraschen.

Folgende Führungen werden angeboten:

 

Klassische Stadtführung

Turmführungen

Nachtwächterführungen

Szenische Stadtführungen

St. Katharinental

Goldener Leuen

 

Einige Sehenswürdigkeiten können Sie auf unserer virtuellen Stadtführung entdecken:

 



1 Siegelturm

Der Vorgänger des Siegelturms schützte den östlichen Zugang der Stadt. 1545  Bau des jetzigen Siegelturms durch Martin Henseler aus Stein. Der Turm diente bereits im 16. Jahrhundert der Aufbewahrung von Urkunden und des Stadtsiegels. 1851 verhinderte Diessenhofen den Abbruch des Siegelturmes durch das kantonale Strassen- und Baudepartement. Um die Durchfahrt zu erhöhen und dem Bauwerk ein „gefälligeres Aussehen“ zu geben, wurde 1863 der Torbogen um einen Meter erhöht. 1943/1944 wurde der Turm renoviert und die Mondkugel rekonstruiert und mit dem Zeigerbetrieb gekoppelt.



2 Rathaus

Von einem eigentlichen Rathaus ist erstmals 1415 die Rede. Um 1470 liess die Stadt einen Neubau an der heutigen Stelle errichten. Am 17. April 1760 beschloss der Rat das ehemalige Gebäude abzubrechen und einen Neubau zu erstellen. Gebaut wurde nach einem Modell von Christian Schneller. Mit wenigen Ausnahmen waren am Projekt nur Diessenhofer Handwerker beteiligt. 1833/1834 wurde das Haus renoviert. Dabei wurden zwei eiserne Öfen im Rathaussaal installiert. 1881 wurde im nordwestlichen Teil ein Schullokal eingerichtet, welches 1929 zu Gefängniszellen ausgebaut wurde. 1988/89 wurde unter der Leitung von den Architekten Renato Zarotti und Carmen Barabas das Rathaus komplett umgebaut. Es wurden neue Büros eingerichtet und das Dachgeschoss für Archivzwecke ausgebaut.



3 Hänkiturm

Dieser Turm wurde 1391 wahrscheinlich als Geschützstellung direkt am Rhein gebaut. 1616 wurde er zum Gefängnis umgebaut. Ein Gerichtsurteil von 1667 bezeichnet ihn als „därris“. Der Name kommt wohl vom mittelalterichen „tarraz/terraz“ (Mauer, Bollwerk). Der ehemalige Arbrusterturm behielt bis gegen 1800 den Namen Thärris und die Funktion als Gefängnis. Heinricht Hanhart und baute ihn für gewerbliche Zwecke um. 1828 erwarb Heinrich Hanhart den Turm, liess das Zeltdach abbrechen, die Mauern erhöhen und für seine Stoffärberei eine Tröckenstube mit Kragdach einrichten. Nachdem das Gebäude ab etwa 1880 leer gestanden hatte, wurde es 1947 durch die Stadt restauriert.


4 Schwaderloch

1518 erhielten die Konstanzer Chorherren die Bewilligung, ihr Amtshaus mit einem Tor auf den Rhein hinaus an die Stadtmauer zu bauen. Seine wichtigsten Akzente erhielt das Schwaderloch, dessen Name 1657 belegt ist, im 16. Jahrhundert, als die beiden monumentalen Amtshäuser gebaut wurden. Der Zwischenbereich entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einem intensiv genutzten Gewerbegebiet mit Färbereien, Gerbereien und einer Badstube. Schon um 1900 verlagerte sich der industrielle Schwerpunkt in andere Gebiete, und die Fabrikationsgebäude an der Rheinmauer machten nach und nach einer Promenade Platz. Das heutige Amtshaus beherbergt das Museum von Diessenhofen und eine Ausstellung des berühmten Malers Carl Roesch.     



5 Vorderes Amtshaus (Toggenburgerhaus)

Seit 1370 hatten der Dekan und das Domkapitel Konstanz in Diessenhofen Bürgerrecht. 1516 beschloss das Domkapitel eine neue Behausung bei der Scheune am Rhein zu bauen. 1518 bewilligte die Stadt den Neubau auf der Ringmauer am Rhein und stimmte insbesondere dem Vorhaben zu, ein grosses Tor durch die Wehrmauer zu brechen, damit die Frachten direkt vom Fluss in die Keller des Amtshauses transportiert werden konnten. Um 1800 kam die Liegenschaft in Privatbesitz und 1813 an Johann Caspar Toggenburger, der hier wahrscheinlich eine Stoffärberei und –druckerei einrichtete. Seit die Familie Toggenburger in den 1880er Jahren das Färbereigewerbe aufgegeben hat, dient das Vordere Amtshaus – bis vor kurzem auch Toggenburgerhaus genannt – als Wohngebäude.
Jüngste Renovation um 1981.



6 Rheinbrücke

Die erste gesicherte Nachricht über die Rheinbrücke ist in einem Privileg Herzog Albrechts von Österreich vom 1292 enthalten. Mit den Einnahmen aus dem Brückenzoll wurde der Unterhalt des Rheinüberganges und der Zöllner besoldet. Zusammen mit dem Schiffahrtszoll (Rheinzoll oder Durchzoll) ab 1460 war dies eine wichtige Einnahmequelle der Stadt. In der Nacht vom 8. Zum 9. Oktober 1799 setzten russische Soldaten der Armee Korsakow auf ihrem Rückzug die Brücke in Brand. Die Bauzeit der jetzigen Brücke dauerte von 1814 bis 1816. Am 7. Dezember 1816 wurde die Bauabrechnung von 25871 Gulden genehmigt. Das Eigentum an der Brücke wurde 1869/1872 von der Bürgergemeinde auf die Stadtgemeinde übertragen. 1944 bombardierten amerikanische Piloten den nördlichen Brückenkopf. Die letzen Renovationen wurden 1996 (Oberbau und Fahrban) und 2002 (Brückenpfeiler) abgeschlossen.



7 Unterhof

Heinricht Ruchsess von Diessenhofen, Dienstmann der Kyburger und Angehöriger des Geschlechts der Ritter von Hettlingen ist als erster Besitzer 1294 erwähnt. Im 15 Jahrhundert waren die Kyburger gezwungen, die Vogtei und die Stammburg zu verpfänden. 1460 löste die Bürgerschaft das Pfand ein und wurde Besitzerin des Unterhofs. 1474 kaufte ihn Ritter Johannes von Randegg. 1724/25 übernahm wiederum die Stadt die Gebäulichkeiten und richtete darin Mietwohnungen ein. 1783 übernahm der Schaffhauser Johann Brunner den Unterhof. Um 1840 war darin die Augenklinik Dr. Johann Brunner eingerichtet. 1989 kam die gesamte Liegenschaft an die Winterthur-Versicherungsgesellschaft. Die Liegenschaft wurde renoviert und ein Schulungszentrum eingerichtet.



8 Stadtkirche

Am 24. März 757 schenkte der Priester Lazarus das Diessenhofer Gotteshaus dem Kloster St. Gallen. Sie ist die erste urkundlich bezeugte Kirche des Kantons Thurgau und besitzt auch die ältesten ergrabenen Kirchenfundamente. Um das Jahr 1200 bekam die noch junge Stadt ein rund dreimal grösseres Gotteshaus. Die romanische  Anlage ist in wesentlichen Teilen im heutigen Bauwerk erhalten. Nach dem verheerenden Stadtbrand im 14. Jahrhundert wurde die brandgeschatzte romanische Basilika in eine gotische Staffelhalle umgebaut. Der rekonstruierte Kirchenraum aus dem späten 14. Jahrhundert ist die einzige durchgehende Staffelhall der Schweiz und ist auch in einem weiteren Umkreis eines der frühesten Gotteshäuser dieser Art.